Austausch-Idee

Das grundlegende Ziel von Ayampe-Austausch ist es, förderliche Umgebungen für interkulturelle Begegnungen zu schaffen. Dabei steckt für uns in jeder menschlichen Begegnung etwas Interkulturelles. In diesen Räumen der direkten Begegnungen kann konkret der Wert von lokaler Vielfalt erlebt werden.

Der Austausch mit Anderen bedeutet für uns vor allem den Austausch von Sichtweisen und Wahrnehmungen. Eingeübte Perspektiven werden immer wieder ins Wanken gebracht und können so gegebenenfalls verunsichert und neu definiert werden. Aus der elementaren Erfahrung, dass Andersheit nichts Bedrohliches ist, entstehen wertvolle Impulse, Inspirationen und Neuschöpfungen. Doch ein solcher interkultureller Austausch benötigt geeignete Kanäle, Ausdauer und vor allem Tatkraft. Uns geht es darum, dies zu ermöglichen.

Ganz oben auf unserer Vereinsagenda steht dabei die Durchführung eines wechselseitigen und gerechten Austausches zwischen Deutschland und Ecuador. Dieser soll jungen Leuten aus beiden Ländern, unabhängig von ihrer finanziellen Lage, ermöglichen das jeweils andere Land kennenzulernen.

Dabei geht es nicht darum irgendetwas in die so bezeichneten „Entwicklungsländer“ zu bringen. Dort ist in Jahrhunderten voller Kolonialismus genug Schaden angerichtet worden. Jetzt gehen wir da höchstens hin, um etwas zu lernen und uns gegenseitig zu bereichern. Vor diesem Hintergrund stellen unsere Projekte und Einsatzstellen den direkten Austausch – d.h. die menschliche Begegnung – und nicht die eigentliche Projektarbeit in den Mittelpunkt. Diese bietet lediglich den geeigneten Rahmen.

Austausch bedeutet Bewegung. Es wäre wunderbar, wenn bei unseren Austauschprogrammen ein besonderes Gefühl für den Augenblick der Begegnung entsteht. Daher begleitet uns immer die Hoffnung, dass man aus Begegnungen anders herausgeht, als man hineingegangen ist. Mit der Kraft zur Bewegung.


„Was treibt uns?“

Jan Niermann und Marcel Meyer über Austausch und Ayampe e.V.
erschienen in: iz3w, Nr. 323, Freiburg, März-April 2011, S. 43