Interkontinental

Das weltwärts-Programm von Ayampe ist kein klassischer entwicklungspolitischer Freiwilligendienst, der einen jungen Menschen aus Deutschland einseitig in ein „Entwicklungsland“ bringt, sondern ein wechselseitiger Austausch zwischen Ecuador und Deutschland. Dieser findet in einem praktischen Rahmen von Projektarbeit statt. Dabei steht für uns im Vordergrund, dass junge Menschen aus beiden Ländern gemeinsame Lernerfahrungen machen und das jeweils andere Land kennenlernen. Dieses Projekt „Interkultureller Austausch und Projektarbeit zwischen Deutschland und Ecuador“ ist offiziell als weltwärts-Einsatzplatz anerkannt und wird über Fördermittel des BMZ sowie Spenden finanziert.
Was ist nun das Besondere an diesem Programm? Am ehesten lässt sich dies durch die Begriffsdreiergruppe „lernen, erfahren und bewegen“ beschreiben. Unser interkontinentales Austauschprogramm vermittelt den Teilnehmern Wissen über globale Zusammenhänge und Abhängigkeiten, genauso über Möglichkeiten, Augenblicke, Hürden und Privilegien, die sich zwischen die proklamierte interkulturelle Begegnung schieben. Diesen Prozess bereiten wir intensiv mit unseren Freiwilligen vor und begleiten ihn während des Auslandsaufenthaltes. Die konkrete Zeit in den Projekten unserer Partnerorganisation stellt dabei in unserem Programm natürlich den längsten Abschnitt dar. Im Anschluss an das Auslandsjahr werten wir die Erfahrungen gemeinsam aus, so dass die Freiwilligen diese dann als MultiplikatorInnen weitertragen können. In diesem gesamten Zeitraum begleiten sich die deutschen und ecuadorianischen Teilnehmer untereinander so gut dies organisatorisch möglich ist.
Dieses wechselseitige Austausch-Projekt ist das Ergebnis einer engen und gemeinschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Ayampe und der ecuadorianischen Organisation FEPTCE sowie den Gemeinden Salango, Las Tunas und Agua Blanca im Nationalpark Machalilla wie auch dem dortigen Nationalparkbüro.


Hier erfahrt ihr die wesentlichen Details:

Die konkrete Projektarbeit im Sinne unserer Zielsetzung der Durchführung eines gegenseitigen und lebendigen Austausches zwischen den beiden Teilnehmern aus Deutschland und Ecuador sowie vor dem Hintergrund eine intensive interkulturelle Begegnung zu ermöglichen, ist in drei zentrale Eckpfeiler eingeteilt:

1. Austausch
Da für uns die „Freiwilligen“ die eigentlichen Träger des Austausches sind, wollen wir dies auch in der Projektarbeit während des Auslandsaufenthaltes würdigen und umsetzen. Konkret heißt dies bspw., dass sich beide Teilnehmer beim Erlernen der anderen Sprache unterstützen, bei Formalia (wie Visabeantragung, etc.) helfen und dem Anderen in allen erdenklichen Fragen bei seinem Auslandsaufenthalt zur Seite stehen.

2. (Mit-)Arbeit in den Projekten der comunidades

Dieser Punkt nimmt den zeitlich größten Teil der Projektarbeit ein. 3–4 Wochentage arbeiten die Freiwilligen in den Gemeinschaftsprojekten von Las Tunas, Salango und Agua Blanca. Beispiele für diese Arbeit sind bspw.
• Mithilfe beim Englischunterricht in der lokalen Schule
• Pflegen von Naturlehrpfaden
• Aufzuchtstation von Meeresschildkröten
• Umwelterziehungsprogramme
• Aufstellen von Mülleimern und Hinweisschildern
• Kleinere Vorträge zu Themen, wie interkulturelle Begegnung, Klimawandel, Geographie oder Umweltschutz
• Kennenlernen und Mitarbeit in den archäologischen Museen von Salango und Agua Blanca
• Sonstiges

3. Eigenarbeit

Im Rahmen dieses Austausches soll ein eigenständiges und eigenverantwortliches „kleines“ Projekt erdacht, umgesetzt und gepflegt werden. Dies geschieht selbstverständlich in intensiver Diskussion mit Ayampe, FEPTCE und den beteiligten comunidades. Eurem Ideenreichtum sind hier keine Grenzen gesetzt.


Reihenfolge

Das Ayampe-Austauschprogramm für die deutschen Teilnehmer dauert insgesamt 12-13 Monate. Dienstbeginn ist jeweils Juli/August eines jeden Jahres. Der letzte Monat überschneidet sich mit dem ersten Dienstmonat des neu ankommenden Teilnehmers, um eine gute Überleitung zu gewährleisten. Die Reise des ecuadorianischen Teilnehmers nach Deutschland ist zeitlich flexibler, nicht nur weil wir hier keine weltwärts-Regularien erfüllen müssen, sondern vor allem weil enge familiäre und/oder berufliche, universitäre Verpflichtungen bei den allermeisten bestehen. Ziel ist es aber, dass sich beide Austauschpartner jeweils sowohl in Ecuador als auch in Deutschland eine längerfristige Zeit begleiten.


Finanzielles

Der oder die Freiwillige erhält eine Art „Stipendium“ von Ayampe für Unterkunft und Verpflegung in Ecuador, für Versicherung, ein angemessenes Taschengeld, internationale Reisekosten sowie für die Teilnahme an sämtlichen Begleitseminaren. Alle Freiwilligen werden gebeten einen Förderkreis zu initiieren, welcher das Ayampe- Austauschprogramm mit monatlich 150,- Euro während der gesamten Dienstzeit unterstützt. Mehr Infos zum Thema Förderkreis und allen weiteren wichtigen organisatorischen Fragen erhaltet ihr in Rücksprache mit uns. Dank des neuen Jugenfreiwilligendienstgesetz (01.06.2008) erhalten alle weltwärts-TeilnehmerInnen Kindergeld. Weiterhin freuen wir uns natürlich über jeden weiteren Solidaritätsbeitrag, unabhängig von dessen Höhe. Wir wollen unser Austauschprogramm, besonders für unsere ecuadorianischen Teilnehmer, möglichst unabhängig von ihrem oder dem Geldbeutel ihrer Eltern gestalten. Um den unterschiedlichen finanziellen Voraussetzungen gerecht zu werden, versuchen wir u.a. auf diesem Wege den Austausch für beide Seiten zu ermöglichen.


Das sagt unsere Partnerorganisation zum Austauschprojekt:

El voluntariado social es una forma de entender la vida, una actitud que busca construir una sociedad más humana, incluyente y ante todo, solidaria. Tiene su fundamento en la conciencia de que somos interdependientes, y que nuestro destino está de algún modo ligado al destino de las demás personas. Tiene la motivación y la esperanza de que esta realidad no es inmutable y que nuestra actuación, por pequeña que sea, provocará cambios en la sociedad, siempre compleja y dinámica. El voluntariado ha estado siempre presente en las organizaciones de diferentes índoles. El programa de voluntariado para nuestra Institución permite facilitar la experiencia de colaboración a corta y larga duración, en el cual se logra compartir la cultura y estilo de vida de los países mutuos. La Red de Turismo Comunitario del Litoral “Spondylus” – filial de la Federación Plurinacional de Turismo del Ecuador (FEPTCE), quien es la organización que representa a nivel regional a las Comunidades de: Salango, Las Tunas y Agua Blanca, ubicadas al Sur de la Provincia de Manabí en el Cantón Puerto López ha participado en varios programas en beneficio de las comunidades, es así que el interés por incursionar con actividades de voluntariado para la institución es de vital importancia ya que permite apoyar no solo a los proyectos turísticos sino también a los programas ambientales, culturales y educativos que se desarrollan en cada una de las comunidades antes mencionada.
Así mismo dentro del presente programa la voluntaria/o podrá participar en los proyectos que ejecuta el Parque Nacional Machalilla, único Parque Nacional en la Provincia de Manabí.

Objetivo General

Colaborar y participar en las actividades desarrolladas dentro de los proyectos de cada Comunidad, san este educativo, ambiental, cultural, turísticos, entre otros.

Resultados Esperados

Llenar todas las expectativas que el voluntario (a) trae consigo para el desarrollo de sus actividades.
Lograr que la participación del voluntario sea de beneficio para las comunidades y por supuesto para la Asociación Ayampe “Proyectos para la diversidad local”.
Ser el inicio de un largo compromiso mutuo, claro, responsable y gratificante para beneficio de la sociedad en general.